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Unsere 'Heimreise' begann mit stärkerem Wellengang, so dass ich schon mit dem Gedanken spielte, meine Reiseapotheke um eine Tablette zu erleichtern, bevor ich vielleicht unfreiwillig die Fische füttern würde. Doch zum Glück wurde es ruhiger. Ansonsten hätte ich auf einen schönen Tauchgang verzichten müssen, denn Tauchen und Medikamente passen nicht zusammen. Da wir nochmals den 'Kaiser' sehen wollten, fuhren wir diesmal eine andere Stelle an, in der Hoffnung, eine bessere Sicht zu haben. Und so war es dann auch. Das Wasser wurde von der Sonne durchdrungen und die Farben leuchteten gigantisch.Leider verabschiedete sich auch hier bald wieder der Akku. Dazu muss ich aber sagen, dass es nicht nur Dummheit von mir war, den Akku nicht rechtzeitig rauszunehmen, sondern ich konnte durch das Unterwassergehäuse bei der Sonne den Ladezustand nur sehr schwer erkennen, zum Zweiten hatte ich immer ein ungutes Gefühl, das Gehäuse zu öffnen, wenn es nicht unbedingt nötig war. 'Never change a running system'. Es besteht ja doch immer das Risiko, dass das Gehäuse an einer Stelle undicht wird ...und das wäre es dann gewesen! Zum Dritten war das Ladegerät, das über Solarzellen gesteuert wurde, sehr gefragt und ich wollte es nicht mit einem halbvollen Akku belegen.So kam es dann nach unserer Weiterfahrt auch zu einer neuen Auf- regung an Bord. Als jemand seinen Akku aus dem Gerät nehmen |
Tropheus sp. 'ikola'
Altolamprologus fasciatus
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Für den nächsten Tag hatten wir uns 2 Tauchgänge vorgenommen.Der erste sollte nochmals in Mpimbwe (an anderer Stelle) stattfindenund der zweite in Namansi, wo wir auch schon einmal übernachtet,aber keine Zeit mehr für einen Tauchgang hatten.
Weil noch einiges gebraucht wurde, steuerten wir eine kleine Inselan. Hier waren sehr viele Kinder (einige arbeiteten), die sofort(aber doch etwas vorsichtig) zum Strand kamen, um zu schauen,was wir dort machten. Ein amerikanischer Mitreisender hatte inseinem Gepäck einige kleine bunte Bälle, die er dann in RichtungStrand warf. Natürlich landeten die im Wasser. Da war die 'Zurück-haltung' vergessen und es rannte alles, was Laufen konnte ins Wasser.Sie waren so am toben und lachen, dass es nicht nur für die Kinder eineFreude war. Ich glaube das Hinterherwinken hörte erst auf, nachdemunser Boot außer Sichtweite war.Gegen 9.30 Uhr hatten wir dann auch Mpimbwe erreicht. Ich hatte denTipbekommen, dass hier die Xenotilapia sunflower schon ab ca. 15 mTiefe beobachtet werden können. Für mich war klar, dass dieser Tauch-gang in diese Tiefe gehen würde. Es war sagenhaft. Nach 17 m konnteich mich auf einen Stein legen und ein Paar mit ihren Jungen beobachten.Bei den Tieren war von Angstkeine Spur. Die fühlten sich absolutungestört bis zu dem Zeitpunkt, als ich meine Kamera auf sie richtete.Ein Tier verschwand sofort mit den Jungen und war von da an nicht mehrgesehen. Dafür stand das andere Tier für einige Schnappschüsse zurVerfügung. Die Zeit verging wie im Flugeund nachdem ich einige Bilderim 'Kasten' hatte, ging es etwas weiter nach oben, um dort meine vomTauchcomputer vorgeschriebenen Sicherheitsstopszu machen. Hierbeikonnte ich natürlich auch noch einige Fotos setzen: |
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Xenotilapia sp.'papilio sunflower'
Asprotilapia leptura
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Xenotilapia sp.'papilio sunflower'
Stilleben
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Haplotaxodon microlepis
Lamprologus callipterus
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Nachdem alle aus dem Wasser waren und wir ablegen wollten, wurde unsere Weiterfahrt erst einmal dadurch aufgehalten, dass der Anker zwischen 2 Felsen gelandet war und sich so verhakt hatte, dass es ohne zu tauchen nicht möglich war, ihn loszubekommen. Bevor einer von uns sein ganzes Geraffel wieder angelegt hätte, war schon ein Mitglied unserer Crew im Wasser, tauchte etwa 9 m völlig ohne Ausrüstung und löste den Anker wieder. Hut ab! Ich hätte da sicherlich hinterher ein Sauerstoffzelt gebraucht, wenn ich es überhaupt geschafft hätte.Dann ging unsere Fahrt weiter und wieder an den schon oben erwähnten Inseln vorbei, bis der nächste Zwangsaufenthalt, einmal mehr durch das Militär, unsere Fahrt unterbrach. Hier waren über 20 Personen an Bord und forderten 15 Liter Benzin - den obligatorischen Wegezoll -. Für mich war das ein beklemmendes Gefühl, da ich nichts verstanden habe und die Bewaffnung auch einen bedrohlichen Eindruck machte. Zum Glück gab es keine weiteren Probleme, so dass wir nach ca. 20 Minuten unsere Fahrt fortsetzen konnten. |
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Ohne weitere Zwischenfälle in Namansi angekommen, gingen wir, noch bevor wir unser Lager aufgebaut hatten, sofort ins Wasser. Hier zogen Schwärme vom N. callipterus Männchen ihre Kreise und die Tropheus hatten nichts anderes zu tun, als die ganze Zeit an den Algen herumzuzupfen. Wir wären gerne noch auf der anderen Seite 'unserer' Bucht Tauchen gegangen, aber da hatten die Einheimischen Fangnetze ausgelegt, die sie dann etwas später, nachdem wir schon aus dem Wasser waren und unser Camp aufgebaut hatten, herauszogen. Uns Freaks blutet dabei das Herz, wenn wir sehen, was sich dort an Zierfischen in den Netzen befindet und hinterher als Trockenfisch auf dem 'Teller' landet, aber für die Menschen dort lebenswichtig.Beim Abendessen wurde dann besprochen, dass der nächste Tag wohl etwas länger und dementsprechend anstrengender sein wird, da wir unseren Heimathafen ansteuern wollen, jedoch nicht ohne wenigstens noch Tauchgänge in Wempembe und Malasa zu machen.
Bevor wir morgens losfuhren habe ich noch einige Bilder von Felsen gemacht, an denen man die Wasserstandsschwankungen sehr gut erkennen kann. |
L. callipterus Männchen
Tropheus sp. Namansi
Fischfang
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weiter in Richtung Malasa
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und außerdem noch als kleines Highlight, einen Tauchgang in Kantalamba. Auch diesen Tauchgang werde ich wohl mein Leben nicht vergessen. Die red rainbows im Sonnenlicht stehen zu sehen, ist einfach ein Genuß. Ich konnte mich mal wieder gar nicht satt sehen. Dem Neolamprologus daffodil habe ich in Aquarien fälschlicherweise nie große Aufmerksamkeit geschenkt, aber wie der hier farblich aufdrehte war nur schön. Die blauen Punkte der Eretmodus waren wie gemalt. Ihr merkt schon, ich komme aus dem schwärmen gar nicht mehr raus. Einige Bilder sollen zeigen, wovon ich hier schreibe.
Neolamprologus pulcher (Daffodil) Eretmodus cyanostictus 'Kantalamba' Tropheus sp. 'Kantalamba'
Nach diesem Tauchgang noch das übliche Prozedere: Abmelden inTansania, das Boot tauschen und Weiterfahrt zu unserer Lodge, wo wir dann erst recht spät ankamen. Hier ging es gleich unter die kalte Dusche, ab zum Abendessen und dann ins Bett. Man, habe ich gut geschlafen. Ist schon ein Unterschied zwischen einer richtigen Matratze und einer 4 cm dicken Luftmatratze auf hartem Untergrund!
Der nächste Tag begann erst einmal damit, die Technik wieder auf Vordermann zu bringen. Das heißt, Dichtungen prüfen und fetten, Akkus aufladen usw. Für eine bestimmte Zeit lief hier morgens ein Generator, der für den nötigen Strom sorgte. Dann ab nach Mpulungu wieder anmelden (hier ohne Schwierigkeiten) und ab nach Gombe. Hier habe ich meinen ersten und einzigen Synodontis im See gesehen.
- Demnächst mehr (ich hoffe es geht diesmal etwas schneller) -
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